Grundschulden

Die Grundschuld ist eine Hypothek und wird üblicherweise von Banken als Kreditsicherheit verwendet. Sie wird in Abteilung III des jeweiligen Grundbuches eingetragen und berechtigt ihren Inhaber, das Vermögen des Immobilieneigentümers per Zwangsversteigerung zu vollstrecken und sich aus dem Erlös zu bedienen, wenn der Kreditnehmer keine Zahlungen mehr leistet. Beachte: der Kreditnehmer muss nicht zwangsläufig auch der Eigentümer der als Pfand dienenden Immobilie sein!

Sind mehrere Grundschulden eingetragen, so bestimmt die Reihenfolge ihrer Eintragung die Verteilung des Versteigerungserlöses – der Inhaber der zuerst eingetragenen Grundschuld wird auch als erster aus dem Versteigerungserlös bedient. Man spricht deshalb auch von „erstrangigen” oder „nachrangigen” Grundschulden bzw. Gläubigern.